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24.10.2017

PM151/2017 Pragmatisch und zielorientiert gegen den Artenschwund vorgehen

Vorsitzender Arbeitskreis Umwelt, Klima und Energiewirtschaft der CDU-Landtagsfraktion Paul Nemeth MdL und der Vorsitzende des Arbeitskreises Ländlicher Raum und Verbraucherschutz Dr. Patrick Rapp MdL erklärten heute (24. Oktober) zum Thema Biodiversität:

„Wir müssen pragmatisch und zielorientiert gegen den Artenschwund vorgehen. Die CDU-Landtagsfraktion plädiert daher für die Aufnahme schnell und realistisch umsetzbarer Maßnahmen in die Biodiversitätsstrategie des Landes. Das Artensterben ist in aller Munde und das nicht ohne Grund.  Auch wenn wir nicht für alle Arten über flächendeckend ausreichende Zahlen verfügen, müssen wir aufgrund zahlreicher Erfahrungswerte aus der Wissenschaft bis zum ehrenamtlichen Naturschutz teils dramatische Rückgänge hinnehmen“, so Nemeth. „Prioritär müssen nun solche Maßnahmen umgesetzt werden, für die eine Ausgangslage bekannt ist. So stehen landesweite Programme wie der ‚Fachplan landesweiter Biotopverbund‘ bereits seit 2015 fest. Diese Projekte, die die Landesregierung bereits beschlossen hat, müssen nun vom Umweltministerium forciert weiter umgesetzt werden. Wir sparen uns für diese Projekte jahrelange Monitoringvorläufe und können quasi morgen weiter machen“, so Nemeth.

„Darüber hinaus muss es um pragmatische Maßnahmen gehen, die gemeinsam mit den Landnutzern umgesetzt werden können und die schnell sichtbare Erfolge zeigen. Solche Maßnahmen gibt es“, betont Rapp. „Denken wir nur an Blühstreifen oder die Erweiterung bestehender Programme zur Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln. Wenn wir die Vielfalt auf den Äckern und im Grünland wieder erhöhen, stellt sich dort in überraschend kurzer Zeit die dazugehörige Fauna wieder ein“, betonte Rapp mit Blick auf Erfahrungswerte aus Wissenschaft und Praxis. Erfolgsentscheidend sei es dabei, Projekte dort umzusetzen, wo das größte Potential bestehe – auf den landwirtschaftlichen Flächen. „So besteht auch bei den konventionell arbeitenden Landwirten ein reges Interesse, sich im Bereich Artenvielfalt einzubringen. Die Effekte wären erfolgversprechend, weshalb nun die Politik gefragt ist, den Landwirten aber auch den Verbrauchern wirtschaftliche und umsetzbare Anreize dafür zu setzen“, mahnt Patrick Rapp.

Die CDU-Fraktion begrüßt letztlich sämtliche Maßnahmen, die dem Prinzip „Schützen durch Nützen“ dienen. „Denn eine weitere großangelegte Stilllegung von Flächen können wir uns nicht erlauben, wenn die erfreuliche Nachfrage an regionalen Lebensmitteln weiterhin befriedigt sein möchte“, mahnte Rapp. „Regional und artenschonend‘ besitzt für uns daher genauso einen hohen Wert wie ‚regional und bio‘“, so das Resümee von Nemeth und Rapp.