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19.09.2016

PM 69/2016 Wer Risiko für die Gesellschaft auf sich nimmt, muss auch scheitern dürfen

Wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Claus Paal MdL:   CDU-Arbeitskreis Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau spricht beim Startup-Verband über den Standort Baden-Württemberg

„Exzellente Rahmenbedingungen sind das A und O für eine erfolgreiche Startup-Kultur“, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Claus Paal, beim Besuch des Bundesverbandes Deutscher Startups in Berlin. Gemeinsam mit den Mitgliedern des CDU-Arbeitskreises Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau führte Claus Paal im Rahmen der Fraktionsklausur in Berlin Gespräche mit dessen Vorsitzenden, Florian Nöll.

„Leider sind wir in Baden-Württemberg für kreative Spitzenkräfte noch nicht ausreichend als Startup-Standort bekannt“, sagte Claus Paal. „Unser Land benötigt aber dringend solche Akteure.“ Denn gerade in Zeiten digitaler Technologien sei es enorm wichtig, als Standort für neue innovative Unternehmen bekannt zu sein. Das wiederum sichere den Erfolg vor Ort. „Hier gilt es, viel zu investieren“, betonte Wirtschaftsexperte Paal und verwies auf die geplante Trendforschung: „Baden-Württemberg muss sich zu einem Standort entwickeln, in dem permanent nach neuen weltweit aufkommenden Trends geforscht wird. Die Ergebnisse wiederum müssen den kleinen und mittelständischen Unternehmen, aber auch möglichen Gründern, zur Verfügung gestellt werden“, sagte Paal zu den Vorstellungen einer optimalen Ausgangslage zur erfolgreichen Startup-Ansiedlung.  

Diskutiert wurde bei dem gemeinsamen Termin auch über die aktuelle Studie von Ernst & Young (EY), die Startup-Finanzierungsrunden im ersten Halbjahr 2016 unter die Lupe genommen hat. „Demnach ist Berlin im europaweiten Vergleich zwar nicht mehr in der Spitzengruppe der Startup-Hauptstädte, dennoch steht die Gründerkultur in Deutschland deswegen nicht schlecht da. Deutsche Jungunternehmen sind für Investoren attraktiv wie nie zuvor”, resümierte der Bundesvorsitzende Florian Föll. Allerdings käme es viel zu oft vor, dass diese Investoren nicht aus Deutschland kommen und so Startups oft gezwungen seien, ins Ausland zu gehen.

„In Baden-Württemberg ist insgesamt das Niveau des eingesetzten Risikokapitals und der Finanzierungsrunden noch überschaubar. Auch hier können wir noch deutlich zulegen“, be-wertete Paal die weiteren Ergebnisse der EY-Studie. „Die Themen Gründerkultur und Innovationen haben im Koalitionsvertrag der grün-schwarzen Landesregierung aber einen hohen Stellenwert“, berichtete Paal. „Wollen wir die Ideen junger Menschen fördern, dann ist es auch wichtig zu akzeptieren, dass Scheitern zum Geschäft gehört. Unser Ziel ist es, dass Misserfolg auch in der breiten Bevölkerung nicht als Makel angesehen wird. Wer etwas riskiert von dem unsere Gesellschaft profitieren könnte - weil zum Beispiel Arbeitsplätze und Steuereinnahmen daraus entstehen – der darf von dieser Gesellschaft im Falle seines Scheiterns nicht als Versager abgestempelt werden.“