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04.05.2017

PM 68/2017 VERA-8 lieferte keine Argumente für großzügige Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an Gemeinschaftsschulen

Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL und der bildungspolitische Sprecher Karl-Wilhelm Röhm MdL sagten heute (4. Mai) zur Einführung der Oberstufe an Gemeinschaftsschulen:

„Aus unserer Sicht gibt es sehr wohl eine klare Obergrenze gemäß unserem Koalitionsvertrag mit einer klaren Absprache und wir sind nicht bereit, darüber hinaus zu gehen. Das steht im Übrigen auch gar nicht zur Debatte. Die zentrale bildungspolitische Zielsetzung des Koalitionsvertrags und der Landesregierung von CDU und Grünen ist die Stärkung der Qualität von Unterricht und Schule über alle Schularten hinweg. Die Leitlinien sind Vielfalt und Qualität, Leistung und Durchlässigkeit.

Es hat daher wenig Sinn, Wortklauberei zu betreiben und öffentlich zu überlegen, wie eine Formulierung im Koalitionsvertrag auszulegen ist. Gemeinsames Ziel sollte es sein, für alle Schüler und Schulen Perspektiven für nachhaltigen bildungspolitischen Erfolg aufzuzeigen.

Nach unseren Informationen liegt derzeit nur der Antrag der Stadt Konstanz zur Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an der Gebhardschule vor. Unabhängig davon, ob weitere Anträge folgen, insbesondere von der Stadt Tübingen, erwarten wir, dass nach objektiven Kriterien geprüft und entschieden wird – unter Durchführung einer regionalen Schulentwicklung mit Beteiligungsverfahren. Konkret heißt das: In Wutöschingen ist die regionale Schulentwicklung mit Beteiligungsverfahren noch gar nicht abgeschlossen und in Salem ist kein Antrag möglich, da derzeit nur Klassenstufe 8 erreicht ist.

Nach Überzeugung der CDU-Landtagsfraktion sind vor dem Hintergrund der aktuellen Qualitätsdebatte neben rein quantitativen auch qualitative Aspekte neu zu bedenken. Die derzeitige Regelung, dass ein Schüler Gymnasial- oder Realschulniveau hat, wenn er in nur drei von fünf Fächern - darunter das Wahlpflichtfach und das Profilfach - auf dem jeweiligen Niveau lernt, ist zu wenig transparent und leistungsbezogen. Vor allem die Kernfächer Deutsch, 1. Fremdsprache und Mathematik müssen als abiturrelevante Fächer eine höhere  Gewichtung erhalten.

VERA-8 lieferte 2016 keine Argumente für eine großzügige Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an den Gemeinschaftsschulen. Der Schüleranteil mit Regelstandard-Plus oder Optimalstandard (E-Niveau) betrug in Mathematik und Orthografie 3%, im Lesen 15% und in Englisch 10%.“