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12.01.2017

PM 4/2017 Wir brauchen medizinische Forschung auf Spitzenniveau

Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL sagte am 12. Januar anlässlich des Besuchs der CDU-Landtagsfraktion im Universitätsklinikum Heidelberg im Rahmen der Fraktionsklausur:

„Das Universitätsklinikum Heidelberg zeigt, dass wir auch in Zukunft medizinische Forschung auf Spitzenniveau in Baden-Württemberg brauchen. Das Klinikum ist weltweit ein Leuchtturm im Bereich der Leistungsfähigkeit und Qualität der medizinischen Versorgung in den einzelnen Fachbereichen. Gerade die Digitalisierung, das hat der Besuch gezeigt, ist für die Kliniken ein Megathema mit riesigen Chancen für die Patienten. Hier müssen wir die Universitätsmedizin im Land ganz eng begleiten, sie benötigt die richtigen Rahmenbedingungen. Wir unterstützen daher die Initiative der Landesregierung im Bundesrat, dass die Leistungen der Universitätsmedizin angemessen vergütet werden. Zudem wird die CDU-Landtagsfraktion bei den im Sommer beginnenden Beratungen im Doppelhaushalt 2018/19 die Situation der Universitätsmedizin im Land auf die Agenda setzen und sich auch dafür einsetzen, dass die Exzellenzstrategie fortgeführt und verstetigt wird.

Gute Forschung braucht auch die nötigen Freiräume. Die CDU-Landtagsfraktion bekennt sich ausdrücklich zur Freiheit der Forschung. Hierzu gehört, dass es auch künftig möglich ist, private Förderer für einzelne Projekte zu gewinnen. Die Dietmar Hopp Stiftung leistet hier in Heidelberg Vorbildliches. Privates Engagement und staatliche Finanzierung ergänzen sich  oftmals sinnvoll. Das Kardio-MRT-Zentrum am Uniklinikum Heidelberg ist dafür ein gutes Beispiel.“

Im Konzern Universitätsklinikum Heidelberg mit rund 2.500 Betten versorgen rund 12.900 Mitarbeiter pro Jahr 91.500 stationäre Fälle, der Umsatz liegt bei 1,2 Milliarden Euro. Ziel ist es, als non-profit Unternehmen die nationale und internationale Spitzenposition weiter auszubauen. Dafür sind hohe Investitionen in Neubauten, Infrastruktur und Kooperationen notwendig. „Wir haben dafür Kredite in Höhe von 255 Millionen Euro aufgenommen. Außerdem unterstützen uns Sponsoren überaus großzügig. Jetzt ist das Land gefragt, die nächsten notwendigen Investitionen zu stemmen“, sagte die kaufmännische Direktorin und stellvertretende Vorstandsvorsitzende Irmtraut Gürkan. So steht dringend die Sanierung der Kopfklinik an. Der Bau aus dem Jahr 1987 war die erste Klinik des Heidelberger Klinikrings. Schlussstein wird die neue Chirurgie sein, die 2018 fertig gestellt werden soll - mit 170 Millionen Euro Gesamtbaukosten derzeit die größte Baumaßnahme sowohl des Landes als auch des Universitätsklinikums, das über die Hälfte der Baukosten des Neubaus trägt. „Wir brauchen eine Investitionsquote von 12-14 Prozent, außeruniversitäre Forschungsinstitute liegen bei 18 Prozent. Die Lösung wäre Unterstützung über ein Sonderbauprogramm für die Unikliniken, das im aktuellen Koalitionsvertrag vereinbart wurde.“

Zwei Alleinstellungsmerkmale des Heidelberger Medizin-Campus wurden den Besuchern der CDU-Landtagsfraktion exemplarisch gezeigt: Im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen NCT, einer gemeinsame Einrichtung des Universitätsklinikums Heidelberg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum, sind Krankenversorgung und Forschung unter einem Dach vereint. Die Teilnahme an klinischen Studien eröffnet den Patienten den Zugang zu innovativen Therapien. Im Kardio-MRT-Zentrum stehen für Diagnose, Verlaufskontrolle sowie Erforschung von Herzerkrankungen seit rund einem Jahr zwei Magnetresonanztomographen (MRT) auf dem neuesten Stand der Technik in eigens dazu umgebauten Räumlichkeiten zur Verfügung, von der Dietmar Hopp Stiftung mit 3 Millionen Euro gefördert.