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26.10.2017

PM 152/2017 Ein Management-Konzept muss Teil der Landesstrategie zur Stärkung biologischer Vielfalt werden

Vorsitzender des Arbeitskreises Umwelt, Klima und Energiewirtschaft der CDU-Landtagsfraktion Paul Nemeth MdL und der Vorsitzende des Arbeitskreises Ländlicher Raum und Verbraucherschutz Dr. Patrick Rapp MdL erklärten heute (26. Oktober) zum Umgang mit Wolf, Luchs, Biber und Kormoran in Baden-Württemberg:

„Die biologische Vielfalt in Baden-Württemberg liegt uns am Herzen. Teil dieser Vielfalt sind auch Wolf, Luchs, Biber und Kormoran. Für den Umgang mit diesen Tieren in unserem dicht besiedelten und bewirtschafteten Bundesland benötigen wir ein umfassendes Management-Konzept. Ein solches Management-Konzept muss Teil der Landesstrategie zur Stärkung der biologischen Vielfalt werden, die in diesen Tagen von der Landesregierung erarbeitet wird. Da für die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie 15 Millionen Euro jährlich vorgesehen sind, muss auch ein Teil dieser Gelder in das Management von Wolf, Luchs, Biber und Kormoran fließen.

Konkret geht es darum, den Dialog mit Anglern, Bauern, Jägern und Schäfern voranzubringen. Wir müssen zum Beispiel die Ausbildung und Anschaffung von Herdenschutzhunden unterstützen und weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Weidesicherheit wie Schutzzäune fördern. Ein Thema ist auch die Vergrämung der Tiere von bestimmten Orten. Wichtig sind auch angemessene Schadenausgleichsmaßen für Schäden, die Wolf, Luchs, Biber und Kormoran verursachen. Zudem müssen die Aktivitäten des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz sowie des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft koordiniert werden.

Die Bewahrung der Schöpfung ist eine schwierige Aufgabe, die vielfältige Zielkonflikte mit sich bringt. Beispielsweise leisten Schäfer und Rinderhalter einen großen Beitrag zur Artenvielfalt und Biodiversität, weil sie Grünflächen wie die Wacholderheiden auf der Schwäbischen Alb offenhalten. Wenn sie wegen dem Wolf aufhören würden, Weidetiere zu halten, wäre nichts gewonnen aber viel verloren. Damit es nicht soweit kommt, ist es von überragender Wichtigkeit, Gelder für das Wolfsmanagement bereitzustellen. Ähnliche Effekte ergeben sich auch bei Biber, Kormoran und Luchs, deren Bestände ebenfalls ein umfassendes Management benötigen.“