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02.08.2019

Notfallversorgung: Behandlung am richtigen Ort entscheidend

Unter Leitung des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und sozialpolitischen Sprechers Stefan Teufel MdL besuchte unser Arbeitskreis "Soziales und Integration" die Integrierte Leitstelle (ILS) des Schwarzwald-Baar-Kreises und tauschte sich dort mit Vertretern des Deutschen Roten Kreuzes und des Landratsamtes zu aktuellen Entwicklungen in der Notfallversorgung aus.

Dirk Sautter, Leiter der ILS, Daniel Pfaff, Stellvertretender Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Villingen-Schwenningen e.V. und Arnold Schuhmacher, Leiter des Ordnungsamtes des Schwarzwald-Baar-Kreises stellten zunächst die 2017 neu eröffnete Leitstelle und deren Arbeit vor. Dazu gehörte auch eine Besichtigung der beeindruckenden Einsatzleitzentrale, in der die Disponenten jährlich über 50.000 Notfallrettungen bzw. Krankentransporte, ca. 1.500 Feuerwehreinsätze, ca. 8.000 Vermittlungen im ärztlichen Notfalldienst sowie unzählige sonstige Hilferufe abwickeln. Deutlich wurde, dass dabei die Anbindung der Leitstelle an das auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Schwarzwald-Baar-Klinikum und die unmittelbare Nachbarschaft zur DRF Luftrettungsstation Christoph 11 erhebliche Synergieeffekte mit sich bringt.

In der anschließenden Aussprache machte Stefan Teufel deutlich, dass aus seiner Sicht die Notfallversorgung insbesondere in einem ländlich geprägten Flächenlandkreis wie dem Schwarzwald-Baar-Kreis vor großen Herausforderungen steht. Deshalb sei es wichtig, die Patienten auf die Versorgungsebene zu steuern, die für sie die richtige ist. Es dürfe nicht sein, dass Husten- und Schnupfenpatienten die Notfallambulanzen verstopfen und Krankenwagen zu unnötigen Einsätzen gerufen werden, weil diese Ressourcen dann für wirkliche Notfälle fehlen. Insoweit erachte er die Vorschläge von Bundesgesundheitsminister zur Einrichtung gemeinsamer Notfallleistellen und integrierter Notfallzentren an den Krankenhäusern als richtungsweisend.

Dirk Sautter konnte sich dem anschließen, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass es nicht nur bei den Versorgungsstrukturen Handlungsbedarf gebe, sondern auch bei der personellen und der sachlichen Ausstattung. Er wünsche sich, dass die Möglichkeit geschaffen werde, die Einsatzleitstelle nachts mit zwei Disponenten zu besetzen. Zudem sprach er sich dafür aus, dass in allen Integrierten Leitstellen im Land Softwarelösungen für die Durchführung standardisierter Notrufabfragen zum Einsatz kommen sollten; solche enthielten zum Beispiel auch eine standardisierte Anleitung zur Telefonreanimation durch Leitstellendisponenten.

Stefan Teufel sagte zu, die Anregungen mit nach Stuttgart zu nehmen und auch mit dem für den Rettungsdienst zuständigen innenpolitischen Arbeitskreis zu erörtern. Abschließend dankte er Herrn Sautter für die Gastfreundschaft und allen Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes für deren täglichen Einsatz zum Wohle der Menschen im Land.