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17.09.2021

Mit Stefan Kaufmann MdB für das „nächste große Ding“: Der klimaneutrale Brennstoffzellen-Generator aus Stuttgart

Arbeitskreise „Wissenschaft“ und „Wirtschaft“ der CDU-Landtagsfraktion besuchen innovatives Startup und erörtern Entwicklungspotentiale und Marktchancen klimaneutraler Brennstoffzellen-Generatoren, die in der Landeshauptstadt entwickelt werden.

„Wir sind als kleines Startup viel schneller als die großen Industrie-Tanker“, sagt Steffen Bäuerle, Geschäftsführer des innovativen Brennstoffzellen Startups GLOBE Fuel Cell Systems in Stuttgart. Ein Grund dafür: „Wir haben keine Richtlinien. Bei großen Unternehmen müssen die Mitarbeiter bis zu 400 Richtlinien beachten“, so Susanne Hahn, Managing-Partnerin von 1886Ventures, der Muttergesellschaft von GLOBE. Eine Zahl wie ein Donnerschlag. 400 Richtlinien – und jede einzelne ein Appell zur Risikovermeidung. 

Gegen wie viele solcher Richtlinien hätte Bertha Benz wohl verstoßen, als sie 1888 zusammen mit ihren Söhnen die erste automobile Fernfahrt von Mannheim nach Pforzheim gewagt hat? Während sich die Mitglieder der Arbeitskreise „Wissenschaft“ und „Wirtschaft“ mit den Vorsitzenden Dr. Albrecht Schütte und Winfried Mack sowie dem Vorsitzenden des AK „Umwelt“ Raimund Haser diese Frage durch den Kopf gehen lassen, berichtet Dr. Stefan Kaufmann, Innovationsbeauftragter „Grüner Wasserstoff“ der Bundesregierung schon von Wasserstoff-Initiativen des Bundes. Schließlich sei Klimaneutralität nur mit grünem Wasserstoff erreichbar, so der Stuttgarter Abgeordnete.

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Patrick Rapp hört aufmerksam zu, als die Jungunternehmer berichten, wie hoch die formalen Hürden zahlreicher Förderprogramme selbst für gut aufgestellte Startups sind.   Denn schnell wird klar: Formale Hürden und überbordende Risikovermeidung kosten Zeit, die im Wettbewerb internationaler Gründer bei der Realisierung von Marktchancen entscheidend sein kann. „Mit klimaneutralen Brennstoffzellen-Generatoren können wir die Energieversorgung großer Rechenzentren oder von Krankenhäusern sichern“, erläutert Tech-Spezialist Dr. Bernhard Wienk-Borgert. „Aber wir müssen schnell sein“, so der Gründer. Denn die internationale Konkurrenz habe den deutschen Markt bereits im Visier. 

Keine Zeit zu verlieren gilt es auch beim Aufbau der erforderlichen Infrastruktur. Hier ist die Politik am Zug. Damit ausreichend grüner Wasserstoff zur Verfügung steht, setzt sich die CDU-Landtagsfraktion für die zügige Entwicklung einer „Landesstrategie für den Transport von Wasserstoff“ ein. Und Dr. Stefan Kaufmann sagt: „Ich möchte, dass wir Weltmarktführer bei grünem Wasserstoff werden.“