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02.12.2020

Landarztquote kommt endlich in den Landtag

Die Landarztquote soll die ärztliche Versorgung auf dem Land verbessern. Sie richtet sich an Medizinstudierende, die sich verpflichten, nach ihrem Studium 10 Jahre als Hausärztin oder Hausarzt in einer unterversorgten Region zu arbeiten. Die Grünen hatten lange gebremst. Jetzt wird die Landarztquote endlich im Landtag beraten.

Zum Wintersemester 2021/2022 werden erstmals 75 Medizinstudienplätze im Land für künftige Landärzte reserviert. „Eingebettet in ein ganzes Paket von weiteren Maßnahmen zur Sicherstellung einer flächendeckenden ärztlichen Versorgung wird nun endlich auch die Landarztquote auf den Weg gebracht. Dafür habe ich mich persönlich beim Ministerpräsidenten eingesetzt und ich bin froh, dass die Regierung dessen Zusage auf den letzten Metern der Legislaturperiode noch umsetzt. Hier hat sich unsere Hartnäckigkeit ausgezahlt“, sagte unser Fraktionsvorsitzender Prof. Dr. Wolfgang Reinhart.

Die Landarztquote richtet sich an Studentinnen und Studenten, die sich verpflichten, nach ihrem Studium und der einschlägigen Weiterbildung 10 Jahre als Hausärztin oder Hausarzt in einer unterversorgten Region Baden-Württembergs zu arbeiten. Für die Landarztstudentinnen und -studenten gelten vorrangig andere Auswahlkriterien als die Abiturnote. Es wird vor allem auf das Ergebnis des Eignungstests, einschlägige berufliche und ehrenamtliche Vorerfahrungen sowie für die Hausarzttätigkeit wichtige soziale Kompetenzen ankommen. Damit öffnen wir das Medizinstudium auch für Menschen, die zwar kein Einserabitur, aber bereits Qualifikationen als Krankenschwester oder Krankenpfleger haben.

Bereits seit vielen Jahren engagieren wir uns bei der Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in der Fläche. Wir haben das Landarztprogramm ins Leben gerufen und auch das Stipendienprogramm des Landes geht auf unsere Initiative zurück. Den bestehenden Instrumentenkasten erweitern wir nun durch die Landarztquote, die weitere Anreize für die Niederlassung in schlechter versorgten Regionen setzt.

Unser Sprecher für Sozialpolitik, Stefan Teufel, sagte: „Mit der Landarztquote stellen wir sicher, dass die zusätzlichen Medizinstudienplätze auch in der Fläche ankommen. Wir sind deshalb froh, dass die GRÜNEN ihren Widerstand dagegen aufgegeben haben. Die hausärztliche Tätigkeit ist geprägt von einem außergewöhnlich breiten medizinischen Aufgabenspektrum. Die Eignung dafür lässt sich nicht allein an der Abiturnote ablesen, sondern es braucht auch hervorragende soziale Kompetenzen. Auf diese werden wir im Zuge der Landarztquote ein besonderes Augenmerk richten. Insoweit liegen alle Kritiker, die behaupten, die Landarztquote würde die Tätigkeit als Hausarzt entwerten, fundamental falsch. Genau das Gegenteil ist der Fall.“