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09.11.2017

Künstlerinnen und Künstler müssen sich frei entfalten können

Sabine Kurtz MdL am 09.11.2017 im Landtag von Baden-Württemberg:

Zum Video der Rede

"Für die CDU darf ich ganz deutlich sagen: Wir verteidigen die Freiheit der Kunst, und zwar nicht zuletzt deshalb, weil unsere Verfassung, wie eben schon angesprochen wurde, auf den Trümmern einer Diktatur aufgebaut wurde. Unsere Geschichte – deswegen haben wir ja heute auch des 9. Novembers 1938 gedacht – kennt Bücherverbrennungen und den Stempel der sogenannten entarteten Kunst. Sie holt uns immer wieder ein und zwingt uns zur Erinnerung. Denken sie z. B. daran, dass derzeit in Bonn und in Bern zwei parallele Ausstellungen unter dem Titel „Bestandsaufnahme Gurlitt. Der NS-Kunstraub und die Folgen“ gezeigt werden. Sie enthalten beschlagnahmte Kunstwerke aus der Zeit des Nationalsozialismus, die der Kunsthändler Hildebrand Gurlitt im Auftrag der Nazis verwerten sollte. Die Sammlung wurde überraschend 2012 in München bei seinem Sohn entdeckt.

Einmal mehr zeigt sich: Wir können uns unserem fatalen Erbe nicht entziehen. Daher fühlen wir uns auch berufen, Künstlerinnen und Künstler in anderen Ländern dabei zu unterstützen, wenn sie für die Menschenrechte und die Kunstfreiheit kämpfen. Für die CDU-Fraktion möchte ich daher ganz ausdrücklich allen Beteiligten an den Staatstheatern Stuttgart dafür danken, dass sie diese Inszenierung möglich gemacht haben, dass sie solch ein starkes Zeichen gesetzt haben, dass sie all diese Mühen, die damit verbunden waren, dieses Provisorium zur Aufführung zu bringen, auf sich genommen haben. Sie haben damit für uns alle die Solidarität mit Kirill Serebrennikov zum Ausdruck gebracht.