Meldungen

X

Interesse an Landespolitik? – Dann haben wir genau das richtige für Sie!

Immer freitags informieren wir Sie über unsere Arbeit im Landtag. Gespräche, Veranstaltungen, Meldungen – mit unserem Newsletter verpassen Sie nichts.

Jetzt abonnieren
22.09.2017

Im Maschinenraum der Energiewende

Besuch der Arbeitskreise Umwelt, Verkehr und Wissenschaft der CDU-Landtagsfraktion im Heizkraftwerk Pforzheim

Drei Arbeitskreise der CDU-Landtagsfraktion besuchten am 13. September 2017 das Heizkraftwerk Pforzheim. Den Mitgliedern der Arbeitskreise Umwelt, Energie und Klimaschutz, Verkehr sowie Wissenschaft, Forschung und Kunst wurde dabei schnell klar, dass die komplexen Anpassungen an sich wandelnde ökologische Anforderungen in der Versorgungsbranche kein neuer, sondern ein stetig laufender Prozess ist. Der Vorsitzende des Arbeitskreises Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Paul Nemeth MdL, bezeichnete das Heizkraftwerk daher auch als einen „Maschinenraum der Energiewende“, wo deren praktische Umsetzung besichtigt werden könne. Die lange Historie von Anpassung und Weiterentwicklung des Heizkraftwerks Pforzheim, das derzeit rund 20.000 Haushalte mit Fernwärme versorgt, wurden anschaulich dargestellt von dessen Geschäftsführer Martin Seitz.

Das Kraftwerk, das über eine lange Tradition in der Kraft-Wärme-Kopplung verfügt, hat sowohl Kessel als auch Brennstoffe über die Zeit weiterentwickelt, so dass die Anlage im Bereich der konventionellen Einsatzstoffe vom Schweröl hin zur Kohle kam und künftig voraussichtlich mit Gas als Überbrückungsbrennstoff arbeiten wird. Außerordentlich fortschrittlich ist der Anteil der regenerativen Fernwärme mit 40 Prozent, der über den Einsatz von 95.000 Tonnen Altholz im Jahr erreicht wird. Und Martin Seitz gab das klare Ziel vor, dass auch das HKW Pforzheim nach dem Ende der Brückenenergieen seine Fernwärme zu 100 Prozent aus regenerativen Brennstoffen liefern soll. Sein Ausflug in die einschlägigen Rechtsvorschriften, die beachtet und deren Möglichkeiten zur Förderung ausgelotet werden müssen, gab einen kleinen Einblick in die komplexe Arbeit eines Heizkraftwerkbetreibers und rundete eine gelungene Vor-Ort-Aktion ab.