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Unser medienpolitischer Sprecher Raimund Haser
12.03.2021

Im Gespräch mit der Veranstaltungsbranche - PM 11 - Haser zur Lage der Veranstaltungsbranche

Der medienpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Raimund Haser, hat bei einem von ihm organisierten digitalen Treffen zwischen Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) und Vertretern der Veranstaltungswirtschaft dafür geworben, der Branche konkrete Perspektiven und passgenauere Hilfen zu bieten.

„Den großen Konzert- und Festival-Absagen werden weitere folgen. Das ist eine Entwicklung, die den Neustart der Kultur im Sommer und Herbst gefährdet", erklärte Haser am Freitag (12. März) nach dem Austausch. Wie auch die Initiative #handelstehtzusammen so ist auch der Zusammenschluss der Veranstaltungsbranche in Baden-Württemberg auf die Gesprächsvermittlung Hasers und die Gesprächsbereitschaft der Wirtschaftsministerin zurückzuführen. 

Beim erneuten Treffen am Donnerstag, an dem Veranstalter wie Matthias Mettmann (Chimperator Live), Christian Doll (C2 Concerts) oder Ludwig Welte (Extratours Konzertbüro) teilnahmen, ging es um konkrete Öffnungsperspektiven für dieses Jahr und um die Nachbesserung der Hilfen, die der Veranstaltungswirtschaft bisher von Bund und Land bereitgestellt wurden. „Die Veranstalter stehen jetzt vor der großen Frage, wie es in diesem Jahr weitergehen soll“, so Haser. „Aktuell befinden sich viele von ihnen noch in der Planungsphase für den Sommer und Herbst. Ohne konkrete Ansagen seitens der Politik bleibt das Ganze jedoch ein Pokerspiel - abhängig von Inzidenzzahlen."

Gleich zu Beginn des Gesprächs machten die Veranstalter klar, dass sie eine Auslastung von 80 bis 90 Prozent benötigen, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Nur unter dieser Voraussetzung mache es für die Organisatoren Sinn, Veranstaltungen im Sommer oder Herbst durchzuführen. Ob bis dahin jedoch genügend Menschen geimpft sein werden, ist aktuell noch unklar. „Um dieses Risiko der Veranstalter abzudecken, braucht es einen wie von Bundesfinanzminister Olaf Scholz angekündigten Ausfallfonds für Kulturveranstaltungen“, so Haser. „Allerdings nicht erst im Herbst oder Winter, sondern bereits für den Sommer. Andernfalls schrecken immer mehr Veranstalter davor zurück, überhaupt Veranstaltungen zu organisieren. Im schlimmsten Fall hätten wir einen weiteren Sommer ohne Kulturveranstaltungen. Und das obwohl es durchaus Konzepte gibt, die sich die Veranstalter vorstellen können. Das möchte ich auf jeden Fall verhindern“, sagte Raimund Haser. „Als zusätzliche finanzielle Hilfe braucht es zudem einen fiktiven Unternehmerlohn für die vielen Selbstständigen in dieser Branche, die nicht im Rahmen der Neustarthilfe unterkommen. Der Bund muss anerkennen, dass viele Selbstständige von dem leben, was übrigbleibt. Und die wissen auch in anderen Branchen derzeit nicht, wie sie Miete, Strom und Wasser zahlen sollen.“

Beim Thema Testkonzepte wurde klar, dass nicht alle Gäste bei Großveranstaltungen direkt davor getestet werden können. Hier wäre der zeitliche und auch finanzielle Aufwand für die Veranstalter zu hoch. Infrage käme für die Branche daher eher ein ergänzendes Testangebot und die Einteilung der Gäste in verschiedene Kategorien, "zum Beispiel in Geimpfte, Vorgetestete und zu Testende“, so die Branchenvertreter. Nur unter Einbeziehung dieser Kategorien könnten auch Abendveranstaltungen im Sommer wieder möglich werden. 

„Das heutige Gespräch war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, sagt Haser. „Es wurde klar, was die Veranstaltungsbranche von der Politik jetzt braucht. Mit klugen Strategien und Konzepten können wir echte Perspektiven für die Veranstalter in diesem Jahr schaffen“, resümierte Haser. „Dazu braucht es keinen Mut, wie viele immer sagen, sondern Grips, wie man die Konzepte umsetzen kann."