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08.06.2020

Geschädigte Bäume müssen schnellstmöglich abtransportiert werden können

Wegen Trockenheit und Borkenkäferbefall mussten zuletzt viele Bäume in unseren Wäldern gefällt werden. Beim Abtransport fehlen jedoch die notwendigen Kapazitäten. Unser forstpolitischer Sprecher, Dr. Patrick Rapp, fordert den Verkehrsminister deshalb auf, Schadholz-Transporte bis 44 statt nur bis 40 Tonnen wieder zu genehmigen.

Wegen der dramatischen Lage in den Wäldern müssen vom Klimawandel und dem Borkenkäferbefall geschädigte Bäume schnellstmöglich abtransportiert werden. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat die Sondergenehmigung für Schadholz-Transporte bis 44 statt bis 40 Tonnen Ende Mai wegen der Belastung für die Straßen und Brücken jedoch nicht verlängert.

„Durch das Verbot des Verkehrsministers wird der wichtige Abtransport von gefällten Baumstämmen ausgebremst. Dadurch wird für den Transport von gefällten Stämmen ungefähr das eineinhalbfache an Fahrten in die Wälder und aus den Wäldern notwendig. Das ist aus Klimaschutzgründen eigentlich nicht nachvollziehbar.“

Wir erleben gerade im zweiten Jahr in Folge eine Massenvermehrung von Borkenkäfern, die durch die Trockenheit an vielen Waldstandorten zusätzlich verstärkt wird. Wenn befallenes und geerntetes Holz nicht schnell genug aus den Wäldern transportiert werden kann, ist jeder Baum, der im Wald verbleibt eine zusätzliche Brutstätte für tausende von Borkenkäfern. Dies führt dazu, dass zunehmend auch stabile Bäume absterben und großflächig Wälder zerstört werden. Ein zügiger Transport zu den Nasslagern, die als eine Art Zwischenspeicher für das Holz dienen, und in die Sägewerke hilft dem Wald und auch der Forstwirtschaft, die Borkenkäfersituation einzudämmen.

Rapp sagte: „Jede Verzögerung ist töricht und bedingt Folgeschäden und Folgekosten für die Waldbesitzer, für unsere Gesellschaft und für den wichtigen Tourismus in unserer Region. Die Ausnahme der Transportbegrenzung sollte mit Blick auf die akute Situation verlängert werden.“

Es gebe immer Probleme an den Straßenbauten durch die schwereren LKWs. Aber es sei auch immer die Abwägung, was in einer Krisensituation Vorrang haben müsse. Bislang sei man sich einig gewesen, dass Schäden an Waldstraßen in diesen Fällen in Kauf genommen würden, um in unseren Wäldern zu helfen, sagte Rapp.