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20.10.2021

Führende Batteriezellentechnologie aus Baden-Württemberg – AK Wirtschaft besucht VARTA in Ellwangen

Die Mitglieder des Arbeitskreises Wirtschaft, Arbeit und Tourismus waren in Ellwangen bei der VARTA AG zu Besuch, deren Batterien seit vielen Jahrzehnten aus keinem Haushalt mehr wegzudenken sind. Eine möglichst lange Lebensdauer der blau-gelben Energiespender wird im Wettbewerb mit anderen Batterieherstellern auch künftig ein wichtiger Erfolgsfaktor sein.

Herbert Schein, Vorstandsvorsitzender der VARTA AG, stellte den erfolgreichen Kurs des Unternehmens vor, das seinen Umsatz seit dem Börsengang im Jahr 2017 vervierfachen konnte und aktuell an seinen Standorten in Deutschland pro Jahr rund 3 Milliarden Batteriezellen fertigt.

Ihre Zukunft sieht VARTA in der Fertigung von Lithium-Ionen-Batteriezellen, deren Technologie sie in den Jahren 2015 und 2016 mit hoher Priorität entwickelt hat und die bereits heute etwa in der neuesten Generation von Headsets oder Hörgeräten zu finden sind. VARTA setzt dabei voll auf wieder aufladbare Batterien, dies sowohl im Bereich der Kleingeräte, wie auch beim E-Mobil. Auch dort sollen – geht es nach dem Vorstandsvorsitzenden - möglichst bald Lithium-Ionen-Batteriezellen der Firma VARTA eingebaut werden. Ziel des Unternehmens ist es, seine Kunden künftig mit kompletten Batterielösungen für batterieelektrische Fahrzeuge wie etwa Gabelstapler, Elektro-Scooter, E-Bikes und E-Fahrzeuge zu beliefern.

VARTA profitiert aktuell von einem breiten Portfolio, das dem Unternehmen in allen Produktgruppen Wachstum erbringt. 80 Prozent der CoinPower-Produktion wird aktuell in den asiatischen Markt geliefert. Das Erfolgsrezept von VARTA ist die Qualität. 

Ihre Wertschöpfung zieht die VARTA AG zum einen aus der Optimierung der Produktionstechnologie. Varta stellt heute mit einer dreifach schnelleren Produktionsgeschwindigkeit her. Zum anderen steigert eine verbesserte Energiedichte der Batteriezellen deren Leistungsfähigkeit. 

In der E-Mobilität wird neben der Software die Batterie die wichtigste strategische Komponente sein, prognostiziert der VARTA Chef. Deshalb sei es wichtig und richtig die Batteriezellenforschung und -entwicklung in Deutschland voranzutreiben. Einig war er sich mit den AK-Mitgliedern, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland vor allem durch seine Innovationskraft punkten kann, während andere Länder, etwa in Asien, von deutlich geringeren Lohn- und Energiekosten und niedrigeren regulatorischen Hürden profitieren. „Ohne Innovation keine Produktion in Deutschland“, brachte es AK-Vorsitzender Mack auf den Punkt, der sich beim Vorstandsvorsitzenden auch über das Zusammenspiel von Batterie und KI erkundigte, das strategisch immer wichtiger werde.

Überraschen konnte der Vorstandsvorsitzende die Wirtschaftspolitiker mit neuesten Erkenntnissen im Bereich des Batterierecyclings. „Wir sind mit unseren Untersuchungen seit Kurzem soweit, dass wir sagen können, die Lithium-Ionen-Zelle lässt sich zu 100 Prozent recyceln und die gewonnen Stoffe lassen sich dem Produktionskreislauf auch wieder zuführen.“ Schein sieht darin einen wichtigen Meilenstein für die E-Mobilität. 

Bei einem Betriebsrundgang konnten sich die AK-Mitglieder ein eigenes Bild vom hohen Automatisierungsgrad und der sehr komplexen Batteriezellenfertigung machen. Dass bei VARTA das Thema Ausbildung großgeschrieben wird, ist am hoch modernen Ausbildungszentrum ersichtlich. „Unsere Auszubildenden haben nicht nur die modernsten Räume, sondern auch die beste Aussicht im Unternehmen“, hob Herbert Schein hervor und meinte damit ganz sicher nicht nur den wunderschönen Blick auf die Ostalb, sondern auch deren Berufschancen.

Der AK Wirtschaft, Arbeit und Tourismus waren beeindruckt von dem klaren Kurs und der Innovationsstärke des Unternehmens, das sich bereits seit 1887 erfolgreich am Markt behauptet.

AK-Vorsitzender Winfried Mack dazu: „Der heutige Tag hat einmal mehr gezeigt: Die Innovationsstärke unserer Unternehmen ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb ist es richtig, dass wir als Land flächendeckend in Unternehmen investieren, um Innovationspotenziale zu heben und Brücken in Richtung Wertschöpfung zu bauen. Das Gespräch mit Herrn Schein hat aber auch bestätigt, dass wir dringend an weiteren Stellschrauben drehen müssen, sei es bei der Dauer und Komplexität von Antragsverfahren oder beim Thema Entbürokratisierung. An diesen Themen müssen wir dranbleiben“.