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31.07.2019

Forstwirtschaft: Fraktion vor Ort in Vaihingen

Bei ihrem Besuch im Wahlkreis Vaihingen am Montag (29. Juli) drehte sich für unsere Abgeordneten des Arbeitskreises "Ländlicher Raum und Verbraucherschutz" alles um Holz, die aktuelle Schadens-Situation in den Wäldern und den Wald der Zukunft.

 Im Staatswald Oberes Pulverdinger Holz in der Nähe von Eberdingen-Hochdorf informierten sich die Abgeordneten Konrad Epple, Ulli Hockenberger und Dr. Patrick Rapp bei den Vertretern des Kommunal- und Staatswaldes unter Leitung von Herrn Dr. Michael Nill, stellv. Leiter des Fachbereichs Forsten beim Landratsamt Ludwigsburg, über die aktuelle Waldschadenssituation. Durch die langanhaltende Trockenheit, den Borkenkäferbefall sowie weitere Schädlinge sind Teile des Waldes in einem dramatischen Ausmaß geschädigt. Vor allem die Schäden durch die Dürre und die aktuelle Borkenkäferkalamität setzen den Wäldern deutlich zu. In manchen Bereichen ist es schon jetzt nicht mehr möglich, den Borkenkäferbefall zu stoppen. 

Um den Folgen der Klimaveränderungen künftig begegnen zu können, bedarf es neuer Ansätze in der Forstwirtschaft. Auf einer Versuchsfläche der forstlichen Versuchsanstalt konnten sich die Abgeordneten bereits einen ersten Eindruck von „alternativen Baumarten im Klimawandel“ verschaffen. Die Anwesenden waren sich einig, dass die Forschung zum Wald der Zukunft eine bedeutende Rolle einnimmt und frühzeitig unterstützt werden muss. Vor dem Hintergrund der Aufgabenfülle, insbesondere der Beseitigung der Folgen der aktuellen Schadensereignisse, sowie den Veränderungen durch die Forstreform warben die Vertreter von Staats- und Kommunalwald dafür, dass mehr Forstpersonal zur Verfügung gestellt und auch die Ausbildungszahlen nicht reduziert werden. Die Vertreter des Arbeitskreises sagten zu, dieses Anliegen bei den bevorstehenden Haushaltsberatungen im Auge zu behalten, dies auch vor dem Hintergrund der Bedeutung der Wälder als Kohlenstoffspeicher. 

Im Anschluss besuchten die Arbeitskreis-Mitglieder das Unternehmen Holzbau Stefan Leibfried GmbH in Vaihingen an der Enz. Die Firma Leibfried Holzbau GmbH ist seit 1996 tätig. Die breite Angebotspalette des Unternehmens unterstreicht in beeindruckender Form, wie vielfältig der Rohstoff Holz eingesetzt werden kann. Der Einsatz von Holz ermöglicht ein nachhaltiges, klimaschonendes Bauen, was gerade in der heutigen Zeit von unschätzbarem Wert ist. Im Mittelpunkt stand dabei die Wichtigkeit von Holz als Baustoff.  Dies sowohl als regionaler, nachwachsender Baustoff als auch als langfristiger Speicher für CO2. Im Gespräch mit dem Firmeninhaber Stefan Leibfried wurde neben dem Holzbau auch auf die aktuelle Ausbildungssituation eingegangen. Dabei wurde deutlich, dass es immer schwieriger wird, Auszubildende zu finden, obwohl gerade die Handwerksberufe gute Zukunftschancen eröffnen würden. 

Zum Abschluss stand ein Besuch bei Firma Beck Agroservice GmbH auf dem Programm. Neben der klassischen Landwirtschaft produziert die Firma auf einer Fläche von 64 Hektar Saatgut für Blühmischungen und stellt damit eine wichtige Grundlage für den Artenschutz zur Verfügung. Aktuell gestaltet sich sowohl die Ernte als auch der Absatz des Saatguts aufgrund der noch wenig ausgebauten Strukturen schwierig. Doch der Inhaber Rüdiger Beck machte deutlich, dass er diesen Weg, trotz der Herausforderungen, weiterverfolgen werde.