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21.03.2017

EU-Kommission: Deutscher Meisterbrief wird nicht angetastet

Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Prof. Dr. Wolfgang Reinhart und der handwerkspolitische Sprecher Thomas Dörflinger sagen am Dienstag, 21. März: „Am Meisterbrief darf nicht gerüttelt werden“

„Ich verstehe die Sorgen des Handwerks. Der ‚deutsche Handwerksmeister‘ stellt eine wichtige berufliche Qualifikation dar und ist für Handwerk und Handwerksbetriebe in Deutschland ein unerlässliches Qualitätsmerkmal“, sagt der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Reinhart. Der Meisterbrief dokumentiere, dass der Inhaber in seinem Beruf über besondere Fähigkeiten und Kenntnisse in fachlicher, betriebswirtschaftlicher und praktischer Hinsicht verfüge. Auch berechtigt dieser Abschluss dazu, einen Handwerksbetrieb selbstständig zu führen und junge Menschen auszubilden.

„Der Meisterbrief ist daher ein besonders wichtiges Strukturmerkmal in unserem Handwerk, die Handwerksbetriebe wiederum sind ein besonders wichtiger Zweig einer prosperierenden Wirtschaft in Deutschland, vor allem in Baden-Württemberg“, betont der handwerkspolitische Sprecher Thomas Dörflinger. Der CDU-Fraktion ist es ein wichtiges Anliegen, dass der Meisterbrief aufrechterhalten wird. „Am Meisterbrief darf nicht gerüttelt werden. Daher haben wir uns im Koalitionsvertrag ausdrücklich dazu bekannt und betont: ‚Der Meisterbrief ist ein schützenswerter Garant für qualitativ hochwertige und sichere Arbeit.‘ Wir als CDU werden uns daher dafür einsetzen, dass der Meisterbrief in seiner jetzigen Form gewahrt werden kann“, so Reinhart abschließend.

dpa-Meldung vom 21.03.2017:

Brüssel/Berlin (dpa) - Das deutsche Handwerk muss nach Angaben von EU-Kommissionsvize Jyrki Katainen nicht fürchten, dass Brüssel am Meisterbrief rüttelt. «Der Meisterbrief und das duale Ausbildungssystem werden nicht angetastet», sagte Katainen dem «Handelsblatt» (Dienstag). Es habe Missverständnisse gegeben, die ausgeräumt werden müssten, zitierte ihn die Zeitung. Vertreter des Handwerks hatten sich zuletzt Sorgen gemacht, die EU-Kommission wolle Eigenheiten des deutschen Handwerks in Frage stellen. Auch Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) sagte Anfang März, man wolle auf jeden Fall am Meisterbrief festhalten. Der Meisterbrief dokumentiert im deutschen Handwerk den Erfolg bei einer Meisterprüfung und ist in einigen Berufen in der Regel Voraussetzung dafür, dass man einen selbstständigen Betrieb gründen darf. Dazu zählen etwa Maurer, Bäcker oder Dachdecker. Seit 2004 kann man in manchen Handwerken aber auch ohne Meisterbrief gründen.