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27.01.2017

Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist Mahnung und Auftrag zugleich

Fraktionsvorsitzender Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL:

„Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist Mahnung und Auftrag zugleich. Die Erinnerung an die Verbrechen des NS-Regimes zeigt uns auf, wohin Rassismus, übersteigerter Nationalismus und Diktatur führen. Ihre Leiden mahnen uns und sind Auftrag, alles zu tun, damit sich derartiges niemals mehr wiederholen kann. Unser Land und unsere Verfassungsordnung sind aus dieser Erfahrung heraus und mit diesem Zukunftsauftrag heraus entstanden. Unser gemeinsamer Weg in Europa hatte auch seinen Anfang als Antwort auf die Schrecken des Nationalsozialismus. Heute gilt es, diese Botschaft auch den nachkommenden Generationen weiter zu vermitteln und alle Versuche der Verharmlosung und der Verdrängung zu verhindern“, sagt der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Wolfgang Reinhart.

dpa-Meldung vom 27.01.2017:

72 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz gedenkt der Landtag der Opfer des Nazi-Regimes. Präsidentin Aras fordert, antidemokratischen und vereinfachenden Tendenzen entgegenzutreten.

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Auseinandersetzung mit dem Nazi-Regime und die Erinnerung an die historische Verantwortung Deutschlands ist nach Ansicht von Landtagspräsidentin Muhterem Aras wichtiger denn je. «Wir müssen uns mit Blick auf unsere Vergangenheit viel mehr als bisher und ganz entschieden mit dem Anwachsen antidemokratischer, vereinfachender Tendenzen auseinandersetzen», sagte die Grünen-Politikerin am Freitag im Landtag zum «Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus».

Während der Nazi-Zeit seien Tausende Menschen politisch verfolgt und ermordet worden, weil sie eines für sich in Anspruch nahmen: die Meinungsfreiheit, so Aras. Seit etwa zwei Jahren greife ein Rechtspopulismus um sich, der Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Angriffe auf demokratische Institutionen und Verantwortungsträger befeuere. «Ich sehe es als eine persönliche Herausforderung an, dazu beizutragen, diesen Prozess aufzuhalten, die Menschen zurückzuholen auf den Boden unserer freiheitlich liberalen Grundordnung.»

Das Grundgesetz, das aus den Erfahrungen des Nationalsozialismus entstanden sei, sei es wert, wieder stärker in unseren Blick zu kommen. Denn dort seien Werte wie Menschenwürde, Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung und Pluralität festgeschrieben.

Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit. Der Tag wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt. Der kürzlich gestorbene Bundespräsident Roman Herzog erklärte ihn 1996 zum bundesweiten Gedenktag. Bereits am Morgen hatten Aras und Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) als Vertreterin der Landesregierung am stillen Gedenken am Mahnmal für die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft teilgenommen.