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Baden-Württemberg LIVE!: Kraftstoffe aus Wasser, Luft und Strom
Professor Franz Josef Radermacher, Karl Rombach, Dr. Stefan Kaufmann (v. l. n. r.)
08.03.2021

Baden-Württemberg LIVE!: Kraftstoffe aus Wasser, Luft und Strom

Mittelfristig werden wir weltweit auf Energiesysteme setzen müssen, die noch stärker auf erneuerbaren Energieträgern basieren.

Synthetische klimaneutrale Kraftstoffe („eFuels“) werden für den Transport von Energie über weite Distanzen, für den Transport von Gütern über lange Strecken, für Industrieanwendungen und für die Mobilität im Allgemeinen benötigt. Darüber sprach unser Abgeordneter Karl Rombach vergangenen Montag (08.03) mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Rombach, Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Landtag, diskutierte mit Professor Franz Josef Radermacher vom Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung. Ebenfalls auf dem hybriden Podium vertreten waren Minister Guido Wolf MdL, Dr. Stefan Kaufmann MdB, Innovationsbeauftragter der Bundesregierung für „Grünen Wasserstoff“, Raymond Engelbrecht, Geschäftsführer ebm-papst St. Georgen, Frank Allmendinger von der Wasserstoffinitiative H2 Regio SBH+, Stefan Teufel MdL, stellv. Fraktionsvorsitzender sowie Thomas Dörflinger MdL, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion.

Prof. Radermacher gehört zu den prominentesten Verfechtern synthetischer Kraftstoffe und sieht in den 1,3 Mrd. Autos weltweit einen maßgeblichen Hebel für effektiven Klimaschutz. In Schwellenländern kann unter günstigen Bedingungen  preiswerter Strom aus erneuerbaren Energien vor Ort zu synthetischen Kraftstoffen umgewandelt werden. Radermacher machte deutlich, dass er keine andere Lösung sehe, um die Bestandsflotte an Fahrzeugen klimaneutral zu machen. Gleichzeitig berge dies Chancen sowohl für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in den Herstellungsländern als auch für die baden-württembergische Wirtschaft.

Die Beteiligten waren sich einig, dass das Ziel sein müsse, Baden-Württemberg zum führenden Anbieter für Prozesstechnik und Anlagenbau für synthetische Kraftstoffe zu machen. Dabei müsse ein besonderes Augenmerk darauf gelegt werden, Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft miteinander zu verzahnen. Begleitend gelte es, bei der CO2-Flottenregulierung, bei der Energiesteuer sowie der EEG-Umlage sinnvolle Rahmenbedingungen für die Marktreife von eFuels zu schaffen.