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31.05.2022

Auf Tour durch den sanierungsbedürftigen Littman-Bau

Risse in den Wänden, selbstgebastelte Bühnentechnik, fensterlose Einspielräume… - bei einer Tour durch das Stuttgarter Opernhaus haben sich Mitglieder der CDU-Landtagsfraktion von der Sanierungsbedürftigkeit des Staatstheaters Stuttgart überzeugt.

„Rund 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei den Staatstheatern Stuttgart beschäftigt“, sagt Marc-Oliver Hendriks, der Geschäftsführender Intendant. Die Arbeitssituation vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würde heute nicht mehr genehmigt werden. Besonders betroffen seien die Arbeitsplätze in den Werkstätten und im Bühnen- und Orchesterbereich. Der gesamte Betrieb würde nur noch mit Blick auf die anstehende Sanierung geduldet. Wenn diese nicht realisiert würde, drohe eine Betriebsschließung.

Kurz darauf erklimmt die Besuchergruppe um Dr. Albrecht Schütte, Arbeitskreis-Vorsitzender für Wissenschaft, Forschung und Kunst und Andreas Sturm, Kunstpolitischer Sprecher, den Bühnenboden. Anschließend geht es über enge Treppen zum sturmbedingt abgerissenen und notdürftig geflickten Dach des Littman-Baus.

„Die letzte Sanierung war im Wesentlichen eine Rekonstruktion des Zuschauerraums und liegt inzwischen 35 Jahre zurück“, erläutert Intendant Hendriks. Auch die Technik stamme aus den 1980er Jahren. Davon geben die Technikräume Zeugnis ab: Auf zahlreichen gelben Memozetteln, die dort auf Maschinen gepinnt sind, finden sich Notizen wie zum Beispiel „kaputt“, „geht nicht“ oder aber Hinweise darauf, wie sich der beklebte Hebel evtl. doch noch bewegen lasse.

Auch das Thema Kreuzbühne wird angerissen. Für den Einbau einer Kreuzbühne müsste der Littmann-Bau an der Landtags-Seite um etwa 2,50 Meter verbreitert werden. Das sei zwar ein Eingriff in die historische Gebäudesubstanz, mit einer Kreuzbühne könnten Bühnenbilder in Zukunft aber wesentlich schneller gewechselt werden. Die Bühne könnte dann stärker künstlerisch genutzt werden.

Arbeitskreis-Vorsitzender Schütte signalisiert für den AK Wissenschaft, Forschung und Kunst grundsätzliche Zustimmung zur Sanierung des Littman-Baus. Die Sanierung müsse so gestemmt werden, dass weiterhin internationale Spitzenklasse in Stuttgart zu sehen sei. Zudem müssten die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter verbessert werden. In Anbetracht immer neuer Berichte über Baukostensteigerungen müsse man allerdings genau auf die Kosten achten. Bei der Realisierung des Sanierungsvorhabens gelte es, mit Augenmaß zu agieren und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.