Meldungen

X

Interesse an Landespolitik? – Dann haben wir genau das richtige für Sie!

Immer freitags informieren wir Sie über unsere Arbeit im Landtag. Gespräche, Veranstaltungen, Meldungen – mit unserem Newsletter verpassen Sie nichts.

Jetzt abonnieren
16.10.2017

Arbeiten in der digitalen Welt benötigt flexible Rahmenbedingungen

Dialogforum Arbeit 4.0 der CDU-Landtagsfraktion in Esslingen

Mit vielen interessierten Besuchern fand am 13. Oktober ein weiteres Dialogforum zum Thema Arbeit 4.0 statt. Die CDU-Landtagsfraktion hatte zu Vorträgen und einer Podiumsdiskussion rund um die Zukunft der digitalen Arbeitswelt in das Technologiezentrum der Firma Festo in Esslingen eingeladen.

Einig waren sich alle Referenten und Teilnehmer der Podiumsdiskussion in der grundlegenden Bedeutung des digitalen Wandels und dessen tiefgreifenden Folgen für Arbeits- und Bildungswelt in Baden-Württemberg. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Winfried Mack MdL forderte in seiner Begrüßung daher einen Perspektivwandel, da ein einfaches „Weiter so!“ nicht ausreichen werde. Dr. Ullrich Stoll, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von Festo und Gastgeber der Veranstaltung, forderte Innovationen in der Bildungslandschaft und eine Vorreiterrolle Baden-Württembergs in diesem Prozess. Bildung sei der Rohstoff der Zukunft und die Grundlage von Industrie und Arbeit 4.0.

Als roter Faden zog sich die Forderung nach mehr Flexibilität bei Arbeitsgestaltung und Bildungsmaßnahmen durch die weiteren Vorträge von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL und Festo-Vorstand Dr. Theodor Niehaus sowie durch die anschließende Diskussionsrunde. Unter der Moderation des arbeitsmarktpolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion Fabian Gramling MdL diskutierten die CDU-Fraktionsmitgliedern Andreas Deuschle MdL und Claus Paal MdL mit der Präsidentin der IHK Region Stuttgart Marjoke Breuning und Festo-Vorstand Dr. Theodor Niehaus. Gefordert wurde dabei unter anderem, arbeitsrechtliche Bestimmungen wie die Arbeitszeitgestaltung den Veränderungen der digitalen Welt anzupassen– idealerweise durch partnerschaftliche Regelungen innerhalb der Unternehmen und mit nur wenigen gesetzlichen Rahmenbedingungen wie beispielsweise einer maximalen Wochenarbeitszeit. Auch neue, flexiblere Arbeitsformen in zeitlich begrenzten Teamprojekten oder im Home-Office müssten dabei berücksichtigt werden. Ebenso sollten auch die Arbeitnehmer flexibler werden, ihre Fähigkeiten durch Bildung und Weiterqualifizierungen weiterentwickeln und zum lebenslangen Lernen bereit sein – mit Unterstützung und Förderung durch ihre Unternehmen.

In seinem Schlusswort fasste der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Claus Paal zusammen: „Wir erleben ein spannendes, äußerst dynamisches Zeitalter und sind gefordert, den digitalen Wandel mitzugestalten. Dafür müssen wir aber auch ein Bewusstsein in der Bevölkerung schaffen, ihre Ängste nehmen und stattdessen die Chancen aufzeigen, die uns die Digitalisierung der Arbeitswelt bietet. Als Weltmeister der Old Economy hat Baden-Württemberg die beste Ausgangsbasis, Anknüpfungspunkte für die Digitalisierung zu finden und neue Champions entstehen zu lassen.“