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03.06.2022

AK Wissenschaft im Gespräch: Austausch mit der neuen Spitze der Landesrektorenkonferenz

Seit April 2022 hat die Landesrektorenkonferenz (LRK) eine neue Spitze. Prof. Dr. Thomas Puhl, Rektor der Universität Mannheim (LRK-Vorsitzender) und Prof. Dr.-Ing. Michael Weber, Präsident der Universität Ulm (stellvertretender LRK-Vorsitzender) vertreten die Interessen der neun baden-württembergischen Universitäten.

Der Wissenschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Dr. Albrecht Schütte und die Mitglieder des Arbeitskreises Wissenschaft haben sich nun mit der neuen Spitze der Landesrektorenkonferenz ausgetauscht. 

Ganz oben auf der Agenda der Universitäten stand dabei das Thema „Hochschulbau“. Aus Sicht der LRK sind beim Hochschulbau strukturelle Veränderungen erforderlich. Dazu gehöre eine Ausweitung der Möglichkeiten für die Übernahme der Bauherreneigenschaft durch die Universitäten. Auch beim Thema „Generalunternehmer“ bestehe in Baden-Württemberg noch viel Potential. Bei den Mitgliedern des AK Wissenschaft trafen die Universitäten mit ihrem Wunsch nach mehr Eigenverantwortung beim Hochschulbau auf offene Ohren. Der Parlamentarische Geschäftsführer Andreas Deuschle sagte dazu: „Wir wollen die Bauherreneigenschaft für die Universitäten einfacher ermöglichen.“ Und Dr. Schütte ergänzte: „Gerade vor dem Hintergrund der Inflation am Bau, muss der Mittelansatz für den Hochschulbau inkl. der Universitätskliniken deutlich erhöht werden.“

Weiteres Thema war die „Digitalisierung an den Hochschulen“. Aus Sicht der LRK müssten dafür in den Jahren 2021-26 insgesamt 100 Mio. Euro jährlich investiert werden, um die Innovationskraft des Landes zu erhalten. Im Hochschulfinanzierungsvertrag II (2021 – 2025) seien bereits zusätzliche Mittel für die digitale Ertüchtigung der Hochschulen vereinbart worden. Für einen „Sprung in der Digitalisierung “ sei eine weitere Verstärkung der Förderung erforderlich, die alle Bereiche der Universitäten umfasse, insbesondere die Digitalisierung der Lehre, E-Services für Studierende, das Forschungsdatenmanagement und die e-Governance.

Mit Blick auf die „Weiterentwicklung der Lehre nach Corona“ wollen die Universitäten die Erfahrungen während der Corona-Pandemie nutzen, um die Lehre qualitativ zu verbessern - in Präsenz vor Ort, aber auch in Kombination mit neu erprobten Elementen der Online-Lehre. In diesem Zusammenhang warb Dr. Schütte für die Auslobung eines Preises für besonders gelungene analoge Lehrveranstaltungen mit digitalen Elementen. Es gehe darum, auszuloten, wie man in der Lehre „Präsenz und digital“ am besten kombinieren könne.

Hintergrund Landesrektorenkonferenz:

In der Landesrektorenkonferenz haben sich die neun Universitäten in Baden-Württemberg zusammengeschlossen, um das Zusammenwirken ihrer Mitgliedsuniversitäten bei der Erfüllung ihrer Aufgaben in Forschung und Lehre zu fördern.

Universitäten in Baden-Württemberg:

Neben den drei klassischen Universitäten Freiburg, Heidelberg und Tübingen, verfügen die jüngeren Universitäten Hohenheim, Konstanz, Mannheim, Stuttgart und Ulm über jeweils eigene Fächerschwerpunkte und Studienangebote. Dies gilt auch für das 2009 errichtete Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das sowohl Universität des Landes, als auch nationales Großforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft ist.